Urlaub mit dem Motorrad

Du bist durch eine unserer Motorradtouren auf den Geschmack gekommen oder hast ein anderes lohnenswertes Ziel im Auge? OK, dann sollst du einige nützliche Informationen für die Vorbereitung eines gelungenen Motorrad-Urlaubs mit auf den Weg bekommen.

Voraussetzung für eine mehrtägige Tour mit dem Motorrad ist zunächst einmal der sichere Umgang mit deiner Maschine. Wenn du die Tipps der beiden ersten Kapitel beherzigst hast und schon ein paar tausend Kilometer 'geübt' hast, solltest du für den langen Trip gerüstet sein. Ich rede hier nicht von Extremtouren im Gebirge oder durch die Wüsten dieser Welt. Zu diesem Thema existieren andere gut gemachte Seiten.

Ob du lieber im Zelt oder im Hotel bzw. einer Pension übernachten willst ist eine Frage deiner persönlichen Vorstellungen und Ansprüche. Egal für welche Variante du dich entscheidest - du benötigst Stauraum für dein Gepäck. Die minimale und kostengünstigste Lösung ist ein Tankrucksack und eine Gepäckrolle, die hinten auf dem Motorrad befestigt wird.

Komfortabler, aber wesentlich teurer ist die Montage eines stabilen Koffersets. Zwei Seitenkoffer, ein Topcase und ein Tankrucksack stellen sicher die optimale Lösung dar. Am Urlaubsort bleiben die Koffer im Quartier, der Tankrucksack dient bei Tagestouren der Aufnahme von Kleinkram wie Handy, Digitalkamera, Karten. Viele Motorrad- und Fremdhersteller bieten für dein Modell passende Koffersets und Topcases an.

Bevor es auf die Reise geht, solltest du dein Motorrad in der Werkstatt deines Vertrauens durchchecken lassen. Sinnvoll ist auch der frühzeitige Blick auf die TÜV-Plakette. Ob du neben dem Bordwerkzeug zusätzliches Equipment und Ersatzteile mitnimmst, ist zum einen eine Platzfrage und zum anderen abhängig von deinen technischen Fertigkeiten. Ein Liter Motoröl und Kettenspray sollten jedenfalls dabei sein. Eine Liste ortsansässiger Fachwerkstätten mit Adressen und Telefonnummern kann bei technischen Problemen mit deinem Motorrad hilfreich sein. In einigen Ländern ist eine Erste-Hilfe-Ausrüstung auch für Motorradfahrer vorgeschrieben. Entsprechend kleinvolumige Ausrüstungen gibt es im Zubehörfachhandel.

Bei der Beladung des Motorrades sind einige Dinge zu beachten. Das zulässige Gesamtgewicht deines Bikes darf nicht überschritten werden. Die Daten für Leergewicht und zulässigem Gesamtgewicht findest du im Fahrzeugschein. Die Differenz aus beiden entspricht der maximal möglichen Beladung (= Fahrer + Sozius + Tankfüllung + Gepäck). Die leichten Gepäckteile gehören in Seitenkoffer und Topcase, Schweres in den Tankrucksack oder möglichst weit unten. Der Reifendruck muss der Beladung entsprechend angepasst (erhöht) werden. Näheres dazu findest du in der Betriebsanleitung deines Motorrades.

Überprüfe vor der Abfahrt den festen Sitz deiner Koffer und Taschen. Beachte die Angaben des Kofferherstellers bezüglich der maximalen Fahrgeschwindigkeit. Denke daran, dass die Fahreigenschaften deines Motorrades mit voller Beladung schlechter geworden sind (z. B. längerer Bremsweg) und lege unterwegs regelmäßig Pausen ein. Da Petrus unberechenbar ist, solltest du Regenkleidung leicht zugänglich verstauen, zum Beispiel oben im Topcase.

Auch wenn du von den Hartgesottenen möglicherweise als Warmduscher bezeichnet wirst, ist bei längeren Anfahrten zum Urlaubsort die Alternative DB Autozug eine Überlegung wert. Die Vorzüge des Autozuges konnten wir bei unserem Dolomiten-Urlaub kennenlernen und sind sozusagen zum Frühstück und ausgeschlafen am Hotel angekommen. Die Anreise mit dem Autozug hat allerdings ihren Preis. DB Autozug Terminals gibt es etwa ein Dutzend in Deutschland, beispielsweise in Hamburg, Berlin, München und Neu-Isenburg bei Frankfurt.

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© 1996-2008 Heinz Schnellbächer | Letzte Aktualisierung am 22-Mai-2008